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Katastropheneinsatzteams (Disaster Response Teams)
Logistik im Wettlauf mit der Zeit
Rasche Hilfe rettet Menschenleben, das zeigt sich bei Naturkatastrophen immer wieder. Der schnellen und gezielten Verteilung von Hilfsgütern kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Als Engpässe erweisen sich immer wieder benachbarte Flughäfen, auf denen die Güter umgeschlagen werden müssen.
Aufgabe der DHL Disaster Response Teams (DRT) ist es, diese Engpässe zu beheben. Unsere speziell ausgebildeten Logistikexperten reisen in die betroffenen Regionen bzw. zu den Flughäfen, um die organisatorischen Abläufe zu unterstützen. Sie sorgen dafür, dass wichtige Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Medikamente und Hygienebedarf reibungslos weitertransportiert werden können - auch unter schwierigsten Bedingungen. Es gibt weltweit drei Teams mit rund 200 freiwilligen DHL-Helfern, die jederzeit und überall auf der Welt einsatzbereit sind:
- DRT Americas in Panama
- DRT Middle East/Africa in Dubai
- DRT Asia Pacific in Singapur
Die Teams sind spätestens innerhalb von 72 Stunden einsatzbereit und werden vom UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) abgerufen. Sie bilden ein globales Netzwerk und decken nahezu alle Gebiete der Erde ab, die häufig von Naturkatastrophen betroffen sind.
Hilfe, die ankommt ...
- ... in Chile
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Eines der stärksten Erdbeben der letzten hundert Jahre hat die chilenische Stadt Concepción am 27. Februar 2010 mit einer Stärke von 8,8 auf der Richterskala erschüttert. 500 Menschen starben und mehr als 500.000 Häuser wurden zerstört.
Das DHL Disaster Response Team begann am 5. März 2010 seinen Einsatz mit 6 Freiwilligen, um den chilenischen Katastrophenschutz ONEMI beim Transport von Hilfsgütern zu unterstützen. Am Flughafen von Santiago de Chile sorgte das DRT dafür, dass 4.000 DHL Transportsäcken gefüllt mit über 80 Tonnen an Gütern wie Nahrungsmittel, Wasser und Decken gepackt wurden. Das Team wurde von 65 freiwilligen DHL Mitarbeitern unterstützt.
Am 9. März 2010 übergab das DRT die Maßnahmen am Flughafen in Santiago der dortigen Einsatzleitung und verlagerte auf Einladung von ONEMI den Einsatz nach Concepción zur Unterstützung der lokalen Behörden bei der Verteilung von Wasser und Nahrung. In Concepción fokussierte sich das DRT vor allem auf die Verbesserung des Bestell- und Verteilungssystems vor Ort. 80 freiwillige DHL-Mitarbeiter transportierten gespendete Hilfsgüter auf 40 DHL LKWs in die Katastrophenregion. Die LKWs fuhren im Auftrag der Hilfsorganisation Hogar de Cristo und hatten ungefähr 25 Tonnen Güter geladen.
- ... in Haiti
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Ein Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala hat Haiti am 12. Januar 2010 getroffen. Die Hauptstadt Port-au-Prince wurde stark zerstört. Unser in Panama ansässiges Katastropheneinsatzteam Americas konnte den internationalen Flughafen Toussaint L'ouverture innerhalb von 48 Stunden nach dem Beben erreichen. Ein achtköpfiges DRT aus freiwilligen DHL-Helfern war als erstes Logistikteam vor Ort. Angesichts der Logistikprobleme wurden die Kompetenzen des DRT für die Verteilung von Hilfsgütern dringend benötigt. In der ersten Woche konnten über 500 Tonnen Hilfsgüter vom DRT verarbeitet und temporär zwischengelagert werden.
Ein Woche nach dem Erdbeben wurde der Hauptstützpunkt unseres DRT von Haiti zum Las Americas International Airport in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik verlagert. Bis Ende Januar 2010 leistete ein Team aus 5 freiwilligen DHL-Helfern in enger Abstimmung mit den Vereinten Nationen weitere Hilfe beim Ausladen humanitärer Hilfslieferungen wie Trinkwasser, Medizin oder anderer Hilfsgüter. Insbesondere wurde ein 3000 Quadratmeter großes Lager geleitet, in dem ankommende Hilfsgüter von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gelagert und sortiert wurden. Anschließend ging das DRT zurück nach Port-au-Prince, um bis zum 6. Februar 2010 verschiedene NGOs ad hoc zu unterstützen.
- ... in Indonesien
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Ein Erdbeben der Stärke 7,6 erschütterte am Mittwoch, den 30. September 2009, die indonesische Insel Sumatra. Fast 1.000 Menschen kamen ums Leben, die Stadt Padang wurde stark verwüstet. Die indonesische Regierung hat die internationale Staatengemeinschaft um Hilfe gebeten. Die DRT-Aktivitäten von Deutsche Post DHL sind der indonesischen Regierung bekannt, denn erst im Juni 2009 wurde das Pilotprogramm zu GARD (Get Airports Ready for Disaster) abgeschlossen.
Auf Anfrage von UNOCHA wurde das DRT aktiviert. Neben Chris Weeks, Direktor für humanitäre Hilfe bei DHL, wurden DRT-Freiwillige aus Indonesien und Singapur sowie Teammitglieder des DRT Naher/Mittlerer Osten mobilisiert, um die Verteilung der Hilfsgüter am Flughafen von Padang drei Wochen lang zu unterstützen. - ... auf den Philipinen
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Wegen der verheerenden Überschwemmungen nach dem Taifun Ketsana (Ondoy) startete das Disaster Response Team Asia Pacific seinen Einsatz am 2. Oktober 2009 auf den Philippinen. Die Häuser von fast 1,9 Millionen Menschen in Manila und Umgebung wurden von den Wassermassen überflutet. Tausende Filipinos wurden obdachlos.
Dank der Unterstützung des DRT Katastrophenteams konnten Hilfsgüter die Betroffenen auf den Philippinen schnell erreichen. In der Einsatzzeit des DRTs von rund drei Wochen wurden insgesamt 21 freiwillige Helfer in drei Mannschaften am Flughafen von Manila abwechselnd eingesetzt. Bereits in 2007 hatte DHL ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der philippinischen Regierung unterzeichnet, um das DRT-Einsatzprozedere in Notsituationen zu regeln. - ... auf Samoa
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Die südpazifische Insel Samoa wurde am 29. September 2009 von einem Erdbeben der Stärke 8,0, dem schwersten seit 90 Jahren, erschüttert. Es verursachte 7,5 m hohe Wellen, die Dörfer und Hotelanlagen unter sich begruben und rund 150 Menschen töteten. Zwei DRT-Mitglieder waren vor Ort, um mit den örtlichen Hilfsorganisationen die logistischen Aktivitäten zu prüfen und zu unterstützen. Der Einsatz wurde am 12. Oktober abgeschlossen. Der Premierminister von Samoa begrüßte die Unterstützung des Katastropheneinsatzteams und ist am Abschluss eines dauerhaften Memoradum of Understanding interessiert.
- ... in Lateinamerika
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Nachdem im September und Oktober 2008 eine Serie heftiger Hurrikane die Karibik verwüstete, waren DRT-Helfer in Honduras und auf den Turcs- und Caicos-Inseln im Einsatz. Sie berieten in logistischen Fragen und unterstützten lokale Hilfsorganisationen beim Aufbau von zwei Lagern. Zu schweren Überschwemmungen kam es im November 2008 in Panama. Zehntausende Menschen waren betroffen, viele von ihnen campierten in Notunterkünften. Vor allem Trinkwasser und Decken wurden dringend benötigt. Hier half das Disaster Response Team Americas im UN-Auftrag, indem es den Transport von Hilfsgütern koordinierte und das Lagermanagement am Flughafen David in der Provinz Chiriquí übernahm.
- ... in Myanmar
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Rund 2,4 Millionen Menschen waren im Mai 2008 vom Zyklon Nargis im Irrawady-Delta in Myanmar betroffen. Internationale Hilfsorganisationen stießen vor Ort auf erhebliche Probleme. Als anerkannter UN-Partner gelang es einem DHL Disaster Response Team dennoch, die Hilfslieferungen von 17 humanitären Organisationen und UN-Behörden zu koordinieren. 2.200 Tonnen Hilfsgüter konnten so für den Weitertransport in die überschwemmte Delta-Region vorbereitet werden.
- ... in Peru
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Der Süden Perus wurde Mitte August 2007 von einem schweren Erdbeben erschüttert. Bereits drei Tage danach war das DHL Disaster Response Team Americas auf der Luftwaffenbasis Pisco im Einsatz. Unterstützt durch Mitarbeiter von DHL Peru und anderen Helfern vor Ort organisierte das DHL-Team die Lagerung und Verteilung großer Mengen von Hilfsgütern, die nationale und internationale Hilfsorganisationen, Regierungen, Kirchen, NGO's und private Spender nach Peru gesandt hatten. Zwei Wochen nach dem Erdbeben verließ das Disaster Response Team Pisco. Zuvor hatte das Team Mitglieder des peruanischen Zivilschutzes (INDECI) geschult, so dass sie das Management des Lagers und der Lagerbestände eigenständig übernehmen konnten.
- ... in Indonesien
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Mindestens 6.200 Menschen kamen ums Leben, 30.000 erlitten Verletzungen und fast 650.000 wurden obdachlos, nachdem Ende Mai 2006 ein Erdbeben die indonesische Insel Java heimgesucht hatte. Das DHL Disaster Response Team Asia Pacific wurde auf dem Flughafen Solo Adisoemarmo auf Java eingesetzt. Die indonesische Koordinierungsagentur für Katastrophenhilfe (Bakornas) und das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hatten das Team angefordert. Es schlug in kurzer Zeit 200 Tonnen Hilfsgüter um, bestehend aus über 6.500 Sendungen. In erster Linie handelte es sich um Medizin-Produkte, Zelte, Decken und Nahrungsmittel. Die 14 DHL-Mitarbeiter bildeten außerdem Arbeitskräfte aus, die eine Fortsetzung der Hilfslieferungen nach Abreise des Teams sicherstellen sollten.
- ... in den USA
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Wochenlang beherrschte im Spätsommer 2005 der Hurrikan Katrina die Schlagzeilen, der die Golfküste der USA verwüstet hatte. Bis zum Ende seines zweiwöchigen Einsatzes sorgte das DHL Disaster Response Team vom Luftwaffenstützpunkt Little Rock (Arkansas) dafür, dass 2.370 Tonnen internationale Hilfsgüter aus 18 Ländern in der Katastrophenregion verteilt werden konnten. Deutsche Post DHL beteiligte sich in einem Gesamtwert von über einer Million US-Dollar an den Hilfsaktionen. Allein die Transportdienstleistungen für die Soforthilfe und den Wiederaufbau des betroffenen Gebietes entsprachen einem Wert von rund 500.000 US-Dollar. Hinzu kamen zahlreiche weitere Sach- und Geldspenden des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.
- ... in Südostasien
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Als im Oktober 2005 in Pakistan und Nordindien die Erde bebte, wurde das Ausmaß der Katastrophe erst langsam deutlich. Viele der wohl etwa 50.000 Opfer lebten in abgelegenen und schwer erreichbaren Gebirgstälern. Millionen Menschen wurden obdachlos. Der Emergency Relief Coordinator der UNO, Jan Egeland, sprach im Chaos der ersten Hilfsbemühungen von einem "logistischen Albtraum", wie ihn die UN noch nie erlebt hätten.
DHL nutzte seine logistische Erfahrung, um zu gewährleisten, dass die mit Charterflügen eintreffenden internationalen Hilfsgüter so rasch und effizient wie möglich weitergeleitet wurden, um den Flughafen Islamabad für weitere Hilfslieferungen offen zu halten - ... bei den Opfern des Tsunami
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Innerhalb von Stunden nach der verheerenden Flutkatastrophe 2004 an Küstengebieten im Indischen Ozean begann Deutsche Post DHL mit Hilfe ihres weltumspannenden Netzes mit der Organisation der Logistik und des Transports von Hilfsgüterlieferungen. DHL-Fahrzeuge brachten Touristen im thailändischen Phuket in Sicherheit und halfen bei der Beförderung von Bundespolizeikräften in das Katastrophengebiet in Indien. Das Airport Emergency Team - der Vorläufer der heutigen Disaster Response Teams - wurde mobilisiert und zum Flughafen Colombo auf Sri Lanka entsandt.
In den darauf folgenden Wochen leisteten Deutsche Post DHL und seine Mitarbeiter weitere Beiträge, um die Not zu lindern. Das Unternehmen spendete beispielsweise eine Million Euro in bar und unternahm unentgeltlich Sonderfrachtflüge in das Katastrophengebiet. Tausende Mitarbeiter spendeten aus eigener Kasse. Eine Gemeinschaftsaktion von Deutsche Post DHL und eBay erbrachte über zwei Millionen Euro.
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