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Börsenlexikon
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Börsennotierte Kapitalgesellschaften sind nach dem Wertpapierhandelsgesetz dazu verpflichtet, unverzüglich solche Informationen zu veröffentlichen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Börsenkurs ihrer Wertpapiere haben könnten. Damit soll sichergestellt werden, dass so genannte Insider Informationsvorsprünge nicht zu ihrem Vorteil ausnutzen und dass Anleger zeitnah über wichtige Ereignisse, die die Gesellschaft betreffen, informiert werden
(italienisch: Aufgeld) Betrag, um den der Ausgabepreis eines Wertpapiers bei einer Emission seinen Nennwert übersteigt.
Wertpapier, das einen nach der Gesamtzahl der Aktien berechneten Bruchteil des Grundkapitals repräsentiert. Nach dem deutschen Aktienrecht gibt es Nennwertaktien und sog. Stückaktien. Die in der Aktie verkörperte Mitgliedschaft gewährt dem Aktionär das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen, das Stimmrecht auf Hauptversammlungen, das Recht auf einen Gewinnanteil (Dividende), das Bezugsrecht auf neue "junge" Aktien bei Kapitalerhöhungen. Einige dieser Rechte können unter bestimmten Voraussetzungen eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.
Das nach verschiedenen Methoden und Gesichtspunkten durchgeführte Verfahren zur Bewertung der Ertragskraft eines Unternehmens bzw. der Kurschancen der entsprechenden Aktie (auch Technische Analyse genannt). Dabei werden bestimmte Kennzahlen erarbeitet, denen je nach Anlageschule ein unterschiedliches Gewicht beigemessen wird.
Börsenbarometer, das Realtime die Kursentwicklung eines Aktienmarktes oder eines bestimmten Teilmarktes (Branchen o. ä.) repräsentativ widerspiegeln soll. Wichtige Aktienindizes in Europa: der während der Börsensitzung laufend ermittelte DAX-Index, der FTSE 100, der STOXX 50; US-Indizes: vor allem der Dow-Jones-Index (30 umsatzstarke, an der New York Stock Exchange gehandelte Aktien) und der umfassendere Standard & Poors-500-Index (500 Industriewerte); Japan: Nikkei-Index.
Bei den Namensaktien gilt derjenige als Aktionär, welcher in einem besonderen Register, dem sogenannten Aktienregister mit Namen, Wohnort und Geburtsdatum registriert ist.
Bei einem Aktiensplit wird der aktuelle Aktienbestand eines Unternehmens in eine höhere Anzahl Aktien aufgeteilt. Dadurch werden Aktien mit hohem Kursniveau optisch günstiger. Für den Aktionär ändert sich an seinem Anteil an der AG nichts, da er lediglich eine höhere Anzahl von Aktien als vor dem Split erhält.
Markt für Wertpapiere, die von der Zulassungsstelle der Wertpapierbörse auf Antrag des Emittenten zusammen mit einem an der Börse zugelassenen Kreditinstitut zur amtlichen Notierung zugelassen sind. Unternehmen, die sich im amtlichen Markt notieren lassen wollen, sind dazu verpflichtet, einen ausführlichen Prospekt bei der Börseneinführung einzureichen. Zusätzlich bestehen auch im laufenden Geschäft hohe Publizitätsanforderungen, wie die Veröffentlichung von Jahresabschluss und Zwischenberichten in amtlichen Börsenpflichtblättern. Amtliche Kursmakler stellen die Kurse fest, die offiziellen Charakter haben, d.h. der Anleger hat Anspruch auf die Durchführung der Aufträge zum festgestellten Kurs.
Langfristige Kreditaufnahme gegen Schuldverschreibungen. In der Anleiheausstattung verpflichtet sich der Emittent zu bestimmten Leistungen, i.d.R. zur Rückzahlung des aufgenommenen Geldbetrages sowie zu Zahlung von an bestimmten Terminen fälligen festen Nominalzinsen.
Nach dem Aktiengesetz vorgeschriebenes Kontrollorgan zur Wahrnehmung der Aktionärsinteressen gegenüber dem Vorstand. Die Mitglieder werden von der Hauptversammlung und der Arbeitnehmerschaft (bei Aktiengesellschaften, die mehr als 500 Arbeitnehmer haben oder denen mehr als 500 Arbeitnehmer zugerechnet werden) für die Dauer von höchstens vier Jahren gewählt. Zu den wichtigsten Funktionen des Aufsichtsrates zählen die Bestellung und Abberufung des Vorstandes sowie die Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes.
Länger andauernde Phase eines allgemeinen Kursrückgangs an der Börse (Gegenteil:
Aktien, die ein Unternehmen seinen Mitarbeitern i.d.R. zu Sonderkonditionen anbietet. Damit soll in besonderer Weise die Verbundenheit des Arbeitnehmers zu seinem Unternehmen gestärkt werden. Belegschaftsaktien sind unter bestimmten Voraussetzungen vom Gesetzgeber steuerbegünstigt. In diesem Fall darf der Aktionär seine Aktien innerhalb einer bestimmten Sperrfrist nicht veräußern, will er den Steuervorteil nicht verlieren. Belegschaftsaktien vermitteln dieselben Rechte wie sonstige Aktien.
Orientierungsgröße, Vergleichsmaßstab. Als Benchmark kann z.B. ein Index oder ein Wertpapier dienen.
Siehe Gratisaktie
Das Bezugsrecht ist ein dem Aktionär zustehendes Recht, bei einer Kapitalerhöhung die Anzahl der Aktien zu beziehen, die seinem Anteil am bisherigen Vermögen der Gesellschaft entspricht. Das Bezugsrecht soll bei einer Kapitalerhöhung die bestehenden Stimmrechtsverhältnisse sichern und mögliche Vermögensnachteile der Aktionäre ausgleichen. Bei Kapitalerhöhungen börsennotierter Gesellschaften können Bezugsrechte innerhalb der Handelsfrist an der Börse verkauft oder gekauft werden. Das Bezugsrecht kann unter bestimmten Voraussetzungen auf der Grundlage eines Beschlusses der Hauptversammlung ausgeschlossen werden.
Das Bezugsverhältnis gibt bei einer Kapitalerhöhung die Relation der Anzahl der alten Aktie zu den jungen Aktien an. Ein Verhältnis von z.B. 5:3 bedeutet, dass auf 5 alte Aktien 3 junge Aktien entfallen. Beträgt das bisherige Grundkapital 500 Mio. EUR, wird es damit auf 800 Mio. EUR erhöht.
In einer Bilanz ist das gesamte Vermögen (= Aktiva) sowie Eigen- und Fremdkapital (= Passiva) einer Gesellschaft aufgelistet. Die Aktiengesellschaft veröffentlicht die Bilanz nach Ende eines Geschäftsjahres und gibt damit einen Überblick über ihre Vermögens- und Schuldverhältnisse.
Aktie eines namhaften Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung.
International gebräuchliche Bezeichnung für festverzinsliche Wertpapiere.
Verfahren zur Bestimmung des Ausgabepreises einer Aktie. Durch Wahl dieses Verfahrens wird ein Plazierungspreis sichergestellt, der sich an Angebot und Nachfrage orientiert. Das Bookbuilding verläuft in mehreren Stufen. Zunächst wird eine Preisspanne festgelegt und veröffentlicht. Institutionelle wie private Anleger können dann ihre Orderwünsche bei ihrer Bank abgeben. Auf Grundlage dieser Order wird letztendlich der Ausgabepreis ermittelt, zu dem die Aktie schließlich zugeteilt wird.
Produkt aus der Anzahl der ausgegebenen Aktien multipliziert mit ihrem Kurswert. Es handelt sich um den Wert, mit dem ein Unternehmen an der Börse gehandelt wird.
Der Briefkurs gibt an, zu welchem Kurs ein Wertpapierbesitzer bereit ist, seine Wertpapiere zu verkaufen. Gegenteil: Geldkurs.
Der Begriff kommt aus den USA und ist die Bezeichnung für Makler. Dieser führt im Auftrage seiner Kunden Wertpapierkäufe oder -verkäufe an der Börse gegen eine entsprechende Vermittlungsgebühr aus.
Ist ein Indikator für die Liquidität im Unternehmen. Die gesamte Veränderung der Liquidität setzt sich zusammen aus der Summe von dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cash Flow), dem Cash Flow aus Investitionstätigkeit und dem Cash Flow aus Finanzierung. Als Kenngröße für die Fähigkeit eines Unternehmens zu investieren, Schulden zu tilgen und Dividenden auszuschütten ist der operative Cash Flow besonders aussagekräftig.
Ein Chart ist die graphische Darstellung von Kursverläufen einzelner Aktien bzw. Börsen- oder Branchenindizes. Je nach Beobachtungszeitraum werden Tageszahlen oder längerfristige Datenreihen in optisch leicht überschaubaren Kurven abgebildet.
Die Chartanalyse ist eine Form der Aktienanalyse, bei dem durch die Beurteilung von Charts kurz- und mittelfristige Kursprognosen gestellt werden. Wirtschaftliche Informationen über das Unternehmen spielen bei der Chartanalyse keine Rolle.
Gebühr, die der Kursmakler für die Vermittlung eines Wertpapiergeschäfts in Rechnung stellt.
(Abkürzung für Deutscher Aktien Index) Bildet die Kursentwicklungen des deutschen Aktienmarktes in einer einzigen Zahl ab. Setzt sich zusammen aus den 30 größten und liquidesten Aktien deutscher Unternehmen. Der DAX berücksichtigt nicht nur die Kursentwicklung der Werte, sondern auch die von den Unternehmen gezahlten Dividenden.
In einem Depot werden Wertpapiere durch Kreditinstitute aufbewahrt und verwaltet.
Die Dividende ist der von der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft beschlossene Gewinnanteil, der pro Aktie ausgeschüttet (gezahlt) werden soll.
Drückt das Verhältnis von ausgeschütteter Dividende zum Kurswert der Aktie aus. Es handelt sich dabei um eine Kennzahl, die oft zum Vergleich verschiedener Aktien herangezogen wird.
Engl.: "earnings before interest and tax". Unternehmenskennzahl: Periodenergebnis vor Steuern, Finanz- und außerordentlichem Ergebnis. Das Herausrechnen der genannten Positionen ermöglicht einen Vergleich der operativen Ertragskraft einer Unternehmung.
Engl.: "earnings before interest, tax and amortization."Kennziffer zur Ertragslage einer Unternehmung. Im Vergleich zum EBIT werden aus dem Periodenergebnis nicht nur die Steuern, das Finanz- und das außerordentliche Ergebnis, sondern auch noch die Firmenwertabschreibungen herausgerechnet.
Erstausgabe von Wertpapieren, die von Unternehmen oder dem Staat begeben werden, an Investoren. Wird in Deutschland idR von einem Emissionskonsortium vorgenommen.
Speziell zur Durchführung der Emissions von Wertpapieren schließen sich mehrere Banken zu einem Konsortium zusammen. Dabei handelt es sich im Regelfall um eine Gesellschaft, die nur auf Zeit besteht und sich nach Durchführung der Aufgabe wieder auflöst.
Bezeichnung für Unternehmen oder die öffentliche Hand, die Wertpapiere ausgeben.
Kennziffer, die das Ergebnis einer Aktiengesellschaft der Zahl ihrer Aktien gegenüberstellt. Das Ergebnis je Aktie wird zur Berechnung des Kursgewinnverhältnisses benötigt.
Ein Eurobond ist eine am Eurokapitalmarkt begebene Anleihe, deren Emission in der Regel über ein internationales Bankenkonsortium abgewickelt wird. Euroanleihen sind auf Währungen ausgestellt, die nicht an die Emissionsländer gebunden sind. Dominierende Anleihewährungen sind US-Dollar, Yen und Euro.
Französisch: Kapital.
Fonds sind durch Kapitalanlagegesellschaften oder Fondsgesellschaften verwaltete Kapitalvermögen, die in Aktien, Immobilien etc. investiert werden. Die Anleger dieser Fonds erhalten Anteilsscheine am Fondsvermögen. Erwirtschaftet ein Investmentfonds Erträge aus Kursgewinnen, Dividenden, Zinsen etc., werden diese in der Regel an die Anteilseigener ausgeschüttet. Bei thesaurierenden Fonds werden diese Erträge reinvestiert, was sich im Wertanstieg des Fondsanteils niederschlägt.
siehe Streubesitz.
Der Freistellungsauftrag wird bei der jeweiligen kontoführenden Stelle vom Anleger ausgestellt, um somit den Abzug der Abschlagsteuern zu vermeiden, sofern der Zinsertrag nicht den Freistellungsbetrag überschreitet. Insgesamt kann jede Einzelperson Freistellungsaufträge bis zur Höhe von 1.150 EUR ausstellen, bei gemeinsam veranlagten Eheleute bis zu 3.100 EUR.
Abkürzung für den Financial Times Stock Exchange 100-Aktienindex. Er beinhaltet die 100 größten Aktienwerte Großbritanniens.
Eine der beiden Hauptmeinungen zur Prognose von Aktienkursen. Die Fundamentalanalyse geht von der These aus, dass der Kurs einer bestimmten Aktie abhängt von der Entwicklung der Gewinnerwartungen des Unternehmens. Demnach spiegeln die aktuellen Aktienkurse bereits das zukünftig zu erwartende Ertragspotential eines Unternehmens wider. Ein Vergleich zwischen der Börsenkapitalisierung eines Unternehmens und seinem Ertragswert soll Aufschluss darüber geben, ob die Aktien dieses Unternehmens zutreffend, über- oder unterbewertet sind.
Der Geldkurs gibt an, zu welchem Kurs ein Anleger bereit ist, Wertpapiere zu kaufen. Gegenteil: Briefkurs.
Als Gewinnmitnahmen werden Verkäufe von Aktionären bezeichnet, die üblicherweise nach einem Kursanstieg die Kursgewinne realisieren.
Der Gewinn pro Aktie ist eine der wichtigsten Größen aus der Aktienanalyse. Der um außerordentliche Positionen bereinigte Gewinn einer Aktiengesellschaft wird durch die Zahl der ausgegebenen Aktien dividiert.
Das Emissionskonsortium wird angeführt von einer oder mehreren Banken, die die Verwaltung der Emission und die technische Abwicklung übernehmen.
Englischer Ausdruck für die erstmalige Zulassung von Aktien eines Unternehmens an der Börse.
Der Begriff Gratisaktie ist etwas irreführend. Bei einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöht das Unternehmen sein Grundkapital aus Gewinnrücklagen. Die Aktionäre leisten keine zusätzlichen Barzahlungen. Der Gesamtwert des Unternehmens (Börsenwert) verändert sich dadurch nicht. Er verteilt sich lediglich auf eine größere Zahl von Aktien. Die Aktionäre erhalten entsprechend ihrer bisherigen Beteiligung am Unternehmen zusätzliche Aktien, die ebenfalls dividendenberechtigt sind.
Instrument zur Stabilisierung des Aktienkurses bei einer Erstemission, deren Preisfindung nach den Regeln des Bookbuilding-Verfahrens erfolgt.
Zwischen Emittent und Emissionskonsortium wird dabei vorab vereinbart, dass, wenn die Nachfrage nach den Aktien das ursprünglich geplante Emissionsvolumen bei weitem übertrifft, Mehrzuteilungen an das Emissionskonsortium zu den Ausgangskonditionen gegeben werden können. Namensgeber war das amerikanischen Unternehmen "Greenshoe Manufactoring Company" bei dem diese Vereinbarung erstmals getroffen wurde.
Der Teil des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft, der von den Unternehmenseigentümern bei der Gründung eingebracht wird und mindestens 50.000 Euro betragen muss, in der Realität aber oft beträchtlich höher ist. Das Grundkapital ist in Aktien unterteilt, es ergibt sich rechnerisch aus der Summe der Nennwerte aller Aktien. Eine Herabsetzung oder Erhöhung des Grundkapitals kann nur durch eine Änderung der Satzung der Aktiengesellschaft herbeigeführt werden.
Organ der Aktiengesellschaft, durch das die Aktionäre ihre Rechte ausüben. Eine Hauptversammlung findet regelmäßig und mindestens einmal jährlich statt. Die Hauptversammlung ist u.a. zuständig für die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrates (nicht der Arbeitnehmervertreter), die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, Satzungsänderungen, Kapitalerhöhungen und für Entscheidungen über Maßnahmen, durch die wesentliche Veränderungen in der Organisationsstruktur der Gesellschaft eingeführt werden sollen.
Längerfristige Periode kräftiger Kurssteigerungen an der Börse (Gegenteil zu Baisse).
Die Leitlinien für Konzernabschlüsse nach IFRS wurden vom International Accounting Standards Board (IASB) festgelegt. Das IASB ist ein internationaler Zusammenschluss von Wirtschaftsprüfern, Finanzanalysten und Industrievertretern.
Als Insider werden solche Personen bezeichnet, die (1) als Mitglied des Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans des Emittenten, (2) aufgrund ihrer Beteiligung am Kapital des Emittenten oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens, oder (3) durch ihre berufliche Position Kenntnis von nicht allgemein veröffentlichten Informationen über ein Unternehmen haben, die Einfluß auf die Kurse der Wertpapiere haben könnten. Das Ausnutzen dieser Informationsvorsprünge zum eigenen Vorteil steht unter Freiheits- bzw Geldstrafe.
Als institutionelle Anleger werden Kapitalsammelstellen bezeichnet. Hierzu zählen Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc., aber auch Unternehmen, die ihre Pensionskassen in Wertpapieren anlegen.
Siehe: Fonds.
Unternehmensbereich, der zuständig ist für die Kommunikation mit den Finanzmärkten. Darunter sind alle Massnahmen zu fassen, die der Pflege der Beziehungen mit bestehenden Aktionären sowie der Akquisition neuer Aktionäre dienen. Das Ziel von Investor Relations ist es, die Aufnahme von Eigenkapital zu erleichtern, die Kapitalkosten der Unternehmens zu senken und einen hohen Aktienkurs zu erreichen. Damit hat Investor Relations primär eine Finanzierungsfunktion.
Abkürzung für Initial Public Offering
Steht für die Erstausgabe von Aktien von Unternehmen, die neu an die Börse gehen.
Neue Aktien, die bei einer Erhöhung der Grundkapitals ausgegeben werden und auf die die Altaktionäre in der Regel ein besonderes Bezugsrecht haben, damit sie ihren bisherigen Anteil an der AG weiter halten können. Der Zusatz "jung" entfällt, sobald die Aktien voll dividendenberechtigt sind.
Wertpapiergeschäfte, die unmittelbar nach Abschluss zu erfüllen sind. An den deutschen Wertpapierbörsen gilt für Zahlung und Lieferung eine Frist von maximal 2 Börsentagen.
Banken, die Mitglied im Emissionskonsortium sind.
Beschreibt das Verhältnis von Aktienkurs zu Gewinn pro Aktie. Kann bei einem Vergleich mit anderen Unternehmen einer Branche als Indikator dafür gelten, ob eine Aktie über- oder unterbewertet ist.
Vereidigte Teilnehmer am Börsengeschehen, die Wertpapiergeschäfte zwischen den Käufern und Verkäufern vermitteln.
Der Kurswert ist der Preis, zu dem eine Aktie an der Börse gehandelt wird. Der Kurs einer Aktie kann sich in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage täglich mehrfach verändern. Er drückt die Erwartung des Marktes hinsichtlich Zukunftschancen des Unternehmens aus. Hoffen die Anleger auf Gewinne, steigt der Kurswert.
Als Leitbörsen werden die wichtigsten Börsen der Welt bezeichnet, da sich die meisten weniger wichtigen Börsen ihrer Entwicklung anpassen und die Marktteilnehmer sich von den Vorgaben der Leitbörsen beeinflussen lassen. Zu den Leitbörsen zählen hauptsächlich New York, Tokio, London und Frankfurt.
Als Leitzinsen werden die von der Europäischen Zentralbank festgelegten Zinssätze bezeichnet, die - sofern sie auf einem niedrigen Niveau liegen - für "billiges" Geld sorgen oder Kapital entsprechend "verteuern" (steigende Zinsen).
Abkürzung für London Interbank Offered Rate. Täglich festgesetzter und veröffentlichter, kurzfristiger Zinssatz, zu dem am Londoner Geldmarkt Banken untereinander Geld leihen oder verleihen. Der LIBOR dient u.a. als Referenzzinssatz am Swap-Markt.
Ein Wertpapier wird als Market Outperformer bezeichnet, wenn die Kursentwicklung über dem Marktdurchschnitt liegt.
Ein Wertpapier wird als Market Performer bezeichnet, wenn die Kursentwicklung im Marktdurchschnitt liegt.
Ein Wertpapier wird als Market Underperformer bezeichnet, wenn die Kursentwicklung unter dem Marktdurchschnitt liegt.
Siehe: Börsenkapitalisierung
lwert aus Geld- und Briefkurs eines Swaps.
Aktie, die auf den Namen eines Aktionärs lautet, d.h. der Aktionär, der einer Eintragung ins Aktienregister nicht widersprochen hat, ist der Aktiengesellschaft namentlich bekannt und im Aktienregister eingetragen.
Zinsfuß, der auf den Nominalwert des Kapitals bezogen ist.
Börsenauftrag
Im Wertpapiergeschäft wird damit der Wertzuwachs des Vermögens einer Investmentgesellschaft oder auch die Wertentwicklung eines Wertpapiers bezeichnet. Die Performance spiegelt z.B. den Anlageerfolg eines Fondsmanagements wider.
In Verbindung mit Wertpapieren bezeichnet man als Portfolio die Gesamtheit der Anlage in Wertpapieren, die ein Kunde oder ein Unternehmen besitzt.
Unternehmen, die ihre Aktien an einer Börse handeln lassen wollen, unterwerfen sich damit einer besonderen Verpflichtung zur regelmäßigen Bekanntgabe von Informationen über die Entwicklung ihrer Geschäfte. Manche AGs gehen aber noch weiter und veröffentlichen darüber hinaus weitere Informationen über ihre Vermögens- und Ertragslage, über Forschung und Entwicklung, über Investitionspläne usw., um ihre Aktionäre und die Öffentlichkeit möglichst umfassend zu unterrichten. Art und der Umfang der Publizitätspflicht richten sich nach den Bestimmungen, die für die verschiedenen Marktsegmente der Börse (amtlicher Markt, geregelter Markt usw.) erlassen worden sind. Kommen die Unternehmen dieser Verpflichtung nicht oder nur in ungenügendem Ausmaß nach, so kann der Ausschluß aus dem Marktsegment erfolgen.
Bezeichnung für eine Verkaufs-Option. Sie gibt das Optionsrecht zum Verkauf einer Aktie innerhalb einer bestimmten Zeit zum bestimmten Zeit zu einem bestimmten Preis an. Der Gegensatz dazu ist die Call-Option.
Verhältnis der Verkaufsoptionen zu den Kaufoptionen. Die Put/Call Ratio kann als Indikator für Marktentwicklungen herangezogen werden. Liegt der Wert über Eins, so werden fallende, bei einem Wert unter Eins steigende Kurse angenommen.
Mit diesem Begriff wird ein kurzfristiger hoher Anstieg von Börsenkursen bezeichnet.
Kurs, der in dem Augenblick übermittelt wird, in dem er tatsächlich entsteht.
Ertrag eines Wertpapiers im Verhältnis zu seinem Marktpreis; ausgedrückt in Prozent.
Präsentation eines Unternehmens vor Aktionären und potentiellen Investoren an Finanzplätzen. Ziel dieser Investor Relations Massnahme ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die eigene Aktie zu lenken und diese aktiv zu vermarkten.
Der letzte Kurs, der am Ende einer Börsensitzung ermittelt wird.
Darunter versteht man die Wertschöpfung für die Aktionäre. Eine am Shareholder Value Ansatz orientierte Unternehmenspolitik zielt darauf ab, den Unternehmenswert zu maximieren, um so das Aktionärsvermögen zu steigern. Der Erfolg der Unternehmen manifestiert sich aus Sicht der Aktionäre in einem möglichst hohen Aktienkurs und hohen Dividendenzahlungen.
Aktie, die mit den Standardrechten (s. Aktie) ausgestattet ist. Dieser Typ überwiegt in Deutschland (s. aber auch Vorzugsaktie).
Der Aktionär hat das Recht, auf der Hauptversammlung seiner Aktiengesellschaft über die gefaßten Beschlüsse abzustimmen. Das Gewicht der Stimmen richtet sich nach der Größe seines Aktienbesitzes. Der Aktionär kann sein Stimmrecht auch an die Bank abgeben.
Eine Stop-loss-order ist ein limitierter Verkaufsauftrag mit dem Ziel, die Aktie zu verkaufen, wenn ein bestimmter Kurs unterschritten wird (=Limit). Eine Stop-buy-order ist ein limitierter Kaufauftrag mit dem Ziel, das Wertpapier bei Erreichen eines bestimmten Kurses (=Limit) zu kaufen.
Dieser Index wird durch den Dow Jones-Verlag herausgegeben. Er umfaßt die 50 wichtigsten Unternehmen aus dem gesamten europäischen Raum (die sog. Blue Chips)und wird nach Börsenkapitalisierung, Börsenumsatz und Branchenzugehörigkeit gewichtet.
Als Streubesitz wird der Anteil von Aktien eines Unternehmens bezeichnet, der von einer Vielzahl von Aktionären gehalten wird und jederzeit ohne Beschränkungen an der Börse gehandelt werden kann. Der Rest ist in festen Händen, das heißt sie gehören beispielsweise dem Management des Unternehmens oder der Muttergesellschaft. Je geringer der Streubesitz, desto enger ist der Markt für die Aktien. Hier reichen schon kleinere Aufträge aus, um einen Kurs nach oben oder unter zu verändern.
1998 wurde in Deutschland die Stückaktie eingeführt. Sie lautet nicht auf einen Nennbetrag. Sämtliche ausgegebenen Stückaktien müssen einen gleich hohen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verkörpern. Dieser Anteil ermittelt sich nach folgender Rechnung: Grundkapital geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien.
Bei einem Zinsswap (to swap = tauschen) vereinbaren zwei Parteien, dass zu bestimmten zukünftigen Zeitpunkten Zinszahlungen auf einen bestimmten Geldbetrag auszutauschen sind. Die Zinszahlungen werden meist so festgesetzt, dass eine Partei einen (heute zu fixierenden) Festzinssatz zahlt, die andere Partei hingegen einen variablen Zinssatz. Dieser Zinssatz orientiert sich an einem öffentlich bekannten Geldmarktzinssatz, wie z.B. dem LIBOR.
Neben der Fundamentalanalyse weitere Methode zur Prognose von Aktienkursen.Zugrunde liegt das Verständnis, dass der Aktienmarkt alle Signale enthält, deren Auswertung Rückschluss auf die zukünftige Entwicklung zuläßt. Zu diesem Zwecke werden Kursindizes, Kurse und Umsätze graphisch in Chartform dargestellt. Der Unterschied zur Fundamentalanalyse besteht darin, dass sich die Analyse nicht auf die Unternehmenssituation und die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen konzentriert, sondern auf den Aktienmarkt.
Zu einem vorab fixierten Preis wird ein Wertpapier, eine Ware oder eine Fremdwährung zu einem späteren Zeitpunkt ge- oder verkauft (Gegenteil: Kassahandel).
Unter der Thesaurierung von Gewinnen versteht man die Nichtausschüttung der Gewinne einer Unternehmung. Im Bereich der Investmentfonds gibt es thesaurierende Fonds, die anfallende Erträge einbehalten. Die Dividenden aus Aktien und Zinserträge aus Anleihen, werden von ihnen nicht ausgeschüttet, sondern direkt dem Fondsvermögen zugeführt und investiert. Durch die automatische Wiederanlage ergibt sich ein Zinseszinseffekt.
1. Teilbetrag bei der Tilgung von Tilgungsanleihen.
2. Teilbetrag einer Wertpapieremission: Die Teilbeträge werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder an unterschiedlichen Orten aufgelegt.
Liegt dann vor, wenn die Nachfrage der Investoren nach neuemittierten Wertpapieren das Angebot übersteigt. In diesem Fall kommt es zu einer Zuteilung.
Ultimo ist normalerweise der letzte Börsentag eines Monats. Eine Kauforder "bis Ultimo" ist bis zum Monatsende gültig. "Ultimo" nennt man auch denjenigen Tag, an dem ein Termingeschäft ausgeführt wird.
Ein in der charttechnischen Analyse geläufiger Begriff für das Kursniveau, bei dem weitere Kursverluste theoretisch gestoppt werden sollten.
Ist verantwortlich für die Geschäftsführung und die Vertretung der AG. Er wird für höchstens jeweils 5 Jahre vom Aufsichtsrat bestellt.
Aktien, die in der Regel kein Stimmrecht haben, aber die dafür mit zusätzlichen Rechten ausgestattet sind. IdR handelt es sich dabei um das Recht auf bevorzugte Gewinnzuteilung. In diesem Fall darf die Gesellschaft, die die Aktien ausgibt, das Stimmrecht ausschließen.
Ein in der charttechnischen Analyse geläufiger Begriff für das Kursniveau, bei dem weitere Kursgewinne theoretisch gestoppt werden sollten.
Bezeichnung für das von der Deutsche Börse AG entwickelte elektronische Handelssystem, das seit 1999 an allen deutschen Börsen eingesetzt wird. Mit Hilfe von Xetra können alle Börsengeschäfte vollelektronisch abgewickelt werden.
Mit der sogenannten Zeichnung verpflichtet sich der Investor spätestens zum Ende des Bookbuilding, einen bestimmten Betrag an neu emittierten Wertpapieren zu übernehmen. Gezeichnet wird über eine damit betraute Bank.
Innerhalb dieses Zeitraumes dürfen Anleger neue Aktien zeichnen. Dies geschieht in Form einer Absichtserklärung, mit der sich Investoren zum Kauf einer festgelegten Anzahl von Aktien verpflichten.
Übersteigt bei einer Emission die Nachfrage nach den Wertpapieren das Angebot d.h. kann nicht allen Zeichnungswünschen umfassend entsprochen werden, so werden die Zeichnungen gekürzt. Nach Ende der Zeichnungsfrist werden die Zeichner dann über ihre Zuteilung informiert.